Do 11. 03. | 20 Uhr | Kino Babylon

Mo 25. 10. | 20 Uhr| Rio Filmtheater

Moderation: Gabi Hinderberger
(Festivalleiterin blicke · filmfestival des ruhrgebiets)

»Der Stau, die Arbeit und das Vergnügen«
Kurzfilmprogramm

D 2003
R+B+K+S: Frank Wierke
2 Min.

Da Zwischen sind wir

Vertraute Stimmen. Vertraute Namen. In dieser Reiseerzählung durch das Revier wird das Ruhrgebiet in seinen geographischen Dimensionen anhand von Verkehrsmeldungen beschrieben.

„...wie das Ruhrgebiet filmen, einen Moment 'Ruhrgebiet' schaffen, ohne es zu zeigen? Definiert sich das tägliche Ruhrgebiet vor allem durch den Verkehr und durch den Radioservice der Staumeldung, die Stimmen, die mich durch den Tag begleiten...? Schiebe ich Informationszwecke beiseite und nehme die Namen und Klänge der vorgelesenen Orte und Städte - entsteht ein Bild vor meinen Augen, ein Gewebe aus Städten, Strassen, Orten, Kreuzungen. Eine Poesie der Vorstellungskraft, auch im Dialog mit dem Sichtbarwerden der vertrauten Radiostimmen.

Hier finde ich eine Anlehnung an Ideen amerikanischer Lyriker des Black Mountain Colleges, die schon um 1950 mit Sprachmaterial, Wetterberichten etc. und deren Neu-Anordnung ein poetisches Bild ihres Landes in Wörtern schufen.

Was geschieht, wenn Stimmen zu Bildern, Ereignissen, Erinnerungen, Assoziationen werden?...und wir da zwischen sind?
(Frank Wierke)

D 1999
R+B+K: Daniel Hein
20 Min.

Ab in Kanal

»Brauchen wir nicht nach Spanien fahren – wir haben doch hier den canale grande.«
Hochsommer im Ruhrgebiet: Der Dortmund-Ems-Kanal, das größte Freibad Dortmunds, lockt Ausflügler wie Schwimmhungrige gleichermaßen an: Ein Badevergnügen mit Tradition. Ein Hafenarbeiter schwärmt von seinen ersten Schwimmversuchen anno 1946 – und der jugendliche Nachwuchs probt den Mut bei waghalsigen Sprüngen von der Kanalbrücke.

»Hier isses billiger als wie im Schwimmbad«,
und so schaffen sich die Menschen im Ruhrgebiet fern der kommerziellen Spaßbäder ihr Freizeitparadies selber. Und für Wellen sorgen schon die Schubverbände …

D 2001
R: Marcus Greulich, Michael Ringelsiep
P: FH Dortmund
36 Min

Phoenix.de

Hoesch Dortmund macht dicht. Ein Stahlkocher nimmt Abschied und versucht, sich auf das ungewisse Morgen einzustellen. Zwei Programmierer, die zurzeit für Filmproduktionen arbeiten, sind erfolgreich, ortsungebunden und sich einer sicheren Zukunft gewiss. Ein Film über das Eingebundensein an den alten Arbeitsplätzen und die Freiheit an den neuen.



D 2007
R: Carsten Pütz
Mit: Frederik Bonsmann
21 Min.

(nur im Kino Babylon, Hagen)

Der Menü-Kurier

Felix fährt Essen aus, für kranke und alte Menschen. Dabei begleitet ihn ein Fernsehteam auf Schritt und Tritt bei seiner Arbeit, gibt ihm keine Sekunde Ruhe. Eine in Hagen gedrehte PseudoDoku-RoadMovie-Komödie, die aus den Fugen gerät.