BRD 1974
R + S: Dore O
T+ M: Anthony Moore.
Mit: Werner Nekes, Rona Nekes, Gruppe der Mülheimer Laienspieler
20 Min.

Mi 21. 04. | 19 Uhr (neue Uhrzeit!) | Endstation Kino
zusammen mit:
Frozen Flashes und
Blindman’s Ball



Kaskara

„Kulissenartiges Verschieben durch verschiedene Einstellungsachsen auf unterschiedlichen Ebenen der Mehrfachbelichtungen von Fassaden und Räumen mit Auftritten und Abgängen einer Person. Landschaften existieren nur als Ausblick durch Fenster und Türen. Bildeinheiten stehen in Opposition zu sich selbst, gleichen sich an oder lösen sich ineinander auf. Neben Bildpressungen, Brüchen von Räumen und Zeitverläufen, stehen belassene Einstellungen. Anziehung, Verschmelzung und Abstoßung der Hälften des Filmbildes, mit dem Ziel einer sinnlichen Topologie, sind die wesentlichen formalen Mittel der gewählten Filmsprache. Ein Bild frißt das andere.“
(Dore O.)

„Wichtig und schön KASKARA von Dore O.. Dore O.s Film halbiert das Format (Doppelgängerblende). Die konsequente Verwendung dieser Technik führt einerseits zu einer Grammatikalisierung, andererseits befreit sie auf überzeugende Weise das Bild vom expliziten Inhalt (...). Die Landschaft wird aus einem Haus heraus gesehen. Fensterkreuze und Türrahmen schieben sich vorwiesen und Tannen. Der Blick hinaus und die Wahrnehmung einer Einladung von draußen. Die Umgebung wird geknickt, gebrochen, verdoppelt, erfaßt und betrachtet.“
(Dietrich Kulbrodt / FR)