D 2007-09
R: Adolf Winkelmann, Christiane Schaefer
Crew: Julia Bichel, Thomas Eichhorn, Nina Frey, Günter Friedhoff, Piotr Gregorowicz, Dirk Henkel, Claire Jahn, Sebastian Jobst, Ayse Kalmaz, Jan Klügel, Björn Leonhard, Britta Mertens, Max Paschke, Robert Patzelt, Florian Pawliczek, David Slama, Mirko Wache, Daniel Weber, David Wesemann, Jenny Winkelmann.
S: Andrea Schumacher.
M: Hans Steingen & Die Schmetterlinge
76 Min.

Fr 23. 04. | 20 Uhr | Kino Babylon

Moderation:
Daniel Kasselmann
(Filmwissenschaftler)

Ein neues Kleid für 17 Kisten

Dokumentarfilm über deutsche Wohnungsbaupolitik am Beispiel von siebzehn weißen Häusern in Hagen - Haspe.

In der bundesdeutschen Aufbruchstimmung der 60 und 70iger Jahre wurden sie geplant und gebaut: Großsiedlungen mit hunderten von Wohnungen eroberten die Ränder der Städte. Die Akzeptanz der Bewohner war damals riesig. Man wollte so wohnen. Und heute? Die Gebäudesubstanz ist in die Jahre gekommen, baulicher Verfall, Vernachlässigung, einheitsgraue Tristesse. Überall in Deutschland stehen Wohnungen leer. Diese Großwohnanlagen haben häufig ein negatives Image.

In den vergangenen 5 Jahren wurden ca 2 Millionen sozial geförderte Wohnungen an vorwiegend ausländische Finanzinvestoren verkauft. Anlagen wurden abgerissen, gesprengt. Der soziale Wohnungsbau steht Anfang des 21. Jahrhunderts am Abgrund.


 

Die Gemeinnützige Wohnstätten Genossenschaft ( GWG ) in Hagen entschied, ihre Häuser in der Höxterstraße zu erhalten und sie durch eine Kombination von Passivhausqualität und neuer Gestaltung wieder am Wohnungsmarkt positiv zu etablieren. Es dauerte ein Jahr und kostete mehr als 8 Millionen Euro. Eine Genossenschaft packte an und ein Stadtteil bekommt ein neues Gesicht.

Die Langzeitdokumentation begleitet den Prozess der Erneuerung aus der Sicht der Bewohner, des Architekten und der Genossenschaft.