BRD 1980/82.
Team: Werner Nekes , Bernd Upnmoor, Birger Bustorff, Dore 0., Herbert Jeschke, Volker Bertzky, Gisela Schanzenbach, Astrid Nicklaus
Mit: VA Wölfl , Tabea Bloomenschein

Englisch/Deutscher Dialog frei nach "Ulysses" von James Joyce, "Die Odyssee" von Homer, "The Warp" von Neil Oram

94 Min.

Di 16. 03. | 20 Uhr | Rio Filmtheater

Moderation:
Christoph Hübner (Filmemacher)

Uliisses

Der Film ist eine homerische Reise durch die Geschichte des Kinos. Sein Thema ist der mythologische Odysseus von Homer, der Ulysses von James Joyce und die synthetische Figur Telemach/Phil von Neil Oram. Werner Nekes faßte diese drei Figuren zusammen und zeigt ihre Geschichte analog zur Geschichte der „Lichteratur", des Schreibens mit Licht=Film. Doch sein Hauptthema ist die visuelle Sprache selbst. Odysseus/Bloom verwandelt sich in Uli, den Fotografen, Penelope/Molly ist sein Modell, Telemach/Stephan wird Phil, der seine "Telemachia" beginnt. Die Verknüpfung ihrer drei Lebensläufe geschieht an einem Tag im September 1980 im Ruhrgebiet, vor den Wahlen in der Bundesrepublik.

"Diese inhaltliche Gewebe-Struktur ist derart faszinierend, daß wir beim ersten Sehen des Films uns nur ab und zu bewußt werden, was für einen unglaublich komischen Film wir gezeigt bekommen. Die durchgängige Ironisierung von Inhalt und Form wird vielen erst bei der nachträglichen gedanklichen Rekapitulation des Gesehenen und Gehörten klar.“
(Eva M. J. Schmid, Journal Film)